Location: / I&G-Home / Overview  / 
   
 

 Forschungsgebiete
 

Modellierung sozio-technischer Systeme

Es wird eine geeignete Methodenplattform für die Entwicklung sozio-technischer Systeme erarbeitet, in deren Zentrum eine Modellierungsmethode steht. Mit dieser Basis werden sozio-technische Systeme konzipiert und dargestellt, bei denen sowohl vage, informale oder unvollständig spezifizierbare Strukturen als auch technische Spezifikationen integriert sind. Eine semi-strukturierte, sozio-technische Modellierungsmethode (SeeMe) wurde entwickelt und wird seit 1999 in verschiedenen Anwendungsprojekten sowie in der Lehre erprobt. Dabei geht es um Schulung und partizipativem Design im Bereich Groupware, Knowledge-Management und Workflow-Mangement. Weitere Forschungsaktivitäten befassen sich mit der Frage der interaktiven Unterstützung bei der Dokumentation sozio-technischer Systeme und mit der Überführung natürlich-sprachlicher Beschreibungen in Diagramme und umgekehrt.

Wissensmanagement

Am Fachgebiet Informatik und Gesellschaft werden zum Thema Wissensmanagement die Aspekte Softwareentwicklung, Organisationsgestaltung und Qualifizierung miteinander verbunden. Auf Basis leistungsfähiger Groupware werden Knowledge-Management Module entwickelt, mit denen Organisationen Barrieren bei der Dokumentation, Vermittlung und Wiederverwendung von Erfahrungen abbauen können. Fragestellungen, mit denen sich das Fachgebiet befasst lauten beispielsweise: Wie können intrinsische Anreize zur Beteiligung an Wissensprozessen in CSCW Umgebungen sichtbar gemacht werden, dass sie zur Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen? Hierzu werden Awareness Mechanismen entwickelt und in Anwendungsprojekten erprobt. Zudem werden Wissensprozesse erhoben und modelliert.

Kollaboratives Lernen im Web

Unter dem Schlagwort CSCL ("Computer Supported Collaborative Learning") wird der Einsatz von Computern zur Unterstützung des gemeinsamen Lernens erforscht. Informatik und Gesellschaft entwickelt eine Einsatzumgebung für Lehrveranstaltungen, es soll Studenten ermöglichen im Internet zu recherchieren, Informationen für sich selbst zusammenzutragen und mit anderen Studenten über diese Inhalte zu diskutieren, um schließlich ein gemeinsames Ergebnis zu erarbeiten und abzustimmen. Zudem wird die Einführung von Lernumgebungen in großen Unternehmen begleitet.

 

 Forschungsprojekte
 

Expect

In dem öffentlich geförderten (NRW) dreijährigen Projekt Expect wird seit 1999 das Ziel verfolgt, Methoden, Verfahren und Vorgehensmodellen zu systematisieren, die die Einführung und den effektiven Betrieb von Knowledge-Management in Unternehmen unterstützen. Dazu wird ein weitgehend standardisiertes Vorgehensmodell entwickelt, welches Unternehmen in die Lage versetzt, Knowledge-Management in kürzerer Zeit und mit geringeren Projektrisiken einzuführen.

"Expect" erfolgt in Kooperation mit der ExperTeam AG. Der Fokus liegt auf der Vertiefung von Wissensmanagement und Geschäftsprozessen.

Expect entwickelt Module, mit denen aktuelle Konzepte der Wissenschaft in die Praxis übersetzt werden, indem sie vorhandene Wissensmanagement-Systeme vervollständigen. Parallel werden im Projekt WInn empirisch die Bedingungen untersucht, unter denen Wissensmanagement erfolgreich umgesetzt werden kann.

pro-services

Es werden für den Bereich des Service Engineering Hilfsmittel und Methoden entwickelt, die bei der Neugestaltung, Veränderung, Vermarktung und Erbringung von Dienstleistungen genutzt werden können. Das Fachgebiet Informatik und Gesellschaft trägt zu der Verbesserung der Prozesse bei der Dienstleistungsentwicklung und -erbringung bei. Prozesse werden dargestellt und optimiert, beste Lösungen in Fallstudien herausgearbeitet, die Verallgemeinerbarkeit erhöht und für die Schulung sowie Beratung aufbereitet. Hierzu dienen Methoden der Informatik und der soziotechnischen Systemgestaltung. Ergebnisse sind Methoden und Werkzeuge zu ihrer technischen Unterstützung. Beide werden sowohl in der akademischen Lehre vermittelt als auch durch die beteiligten Unternehmen weiter vermarktet.

Beratung und Forschung erfolgt mit folgenden Partnern: Universität Hohenheim, 3M, Akademie für Weiterbildung, Cross - Medienzentrum Duisburg, debis Systemhaus, DeTe Immobilien, EGT Holding, ExperTeam AG, ForTrans, ITM, VA-Akademie Für Führen und Verkaufen, O-TON Call Center Services, TDS AG.

Winn

Das Vorhaben WInn untersucht erfolgreiche Innovationsbeispiele der Arbeitsgestaltung und Unternehmensorganisation im Bereich Wissensmanagement. Erfolgsfaktoren, -konzepte und -modelle werden erhoben, systematisiert und dokumentiert. Durch die Kombination von drei Gesichtspunkten (Austausch von Praxiswissen in vorgegebenen Aufbaustrukturen; Wissensschleifen im Kontakt mit Kunden; flexible, interorganisationale Wissensnetzwerke) entsteht ein ganzheitliches Untersuchungsbild.

Der Einsatz verschiedener Erhebungsmethoden mit dem Ziel einer Tiefenanalyse ermöglicht in besonderer Weise die Berücksichtigung arbeits-orientierter Faktoren, die auch die verfügbaren Kommunikationsformen, die Unternehmenskultur, den Führungsstil etc. neben den technischen Systemen und organisatorischen Regelungen einbeziehen.

Die Ergebnisse werden als wissenschaftliche Erkenntnisse und als praxis-orientierte Handlungsleitfäden konkrete Hinweise zur Gestaltung von Technik und Organisation sowie ihrer Wechselwirkung geben, um auf diese Weise mitarbeiter-orientierte, kundenfreundliche Innovationsvorhaben auf der Basis von Wissensmanagement-Konzepten zu befördern.

SpiW

In der Speditionswirtschaft wird das Geschäft für Spediteure immer anspruchsvoller. Ein funktionierender Güterverkehr, durch den Transporte schnell, sicher, zuverlässig und kostengünstig abgewickelt werden kann, ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für den Standort Deutschland. Der Verdrängungswettbewerb, der insbesondere durch ausländische Spediteure hervorgerufen wird (da diese sich nicht in jeder Hinsicht an die hiesigen Sozial-, Sicherheits- und Umweltstandards orientieren müssen) benachteiligt deutsche Spediteure. Hiesige Spediteure, die nach gesellschaftlichen Maßstäben, wie den Umweltschutz zu verbessern, Energie einzusparen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, etc. handeln, sind von dieser ausländischen Konkurrenz maßgeblich bedroht, da diese mit sicherheitsgefährdenen Preisdumping die Aufträge zu Lasten der hiesigen Spediteure erhalten. Die Integration von Dienstleistungen und Geschäftsprozessen zwischen Spediteuren, Disponenten, Fahrern und Kunden ist nicht umfassend und ausreichend, um einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen.

Der Einsatz von neuen Techniken (WEB, WAP, UMTS, E-Business) zur Verbesserung einer Integration hat jedoch Auswirkungen auf die Arbeits- und Logistikprozesse der beteiligten Akteure. Durch die Verwendung dieser neuen Techniken soll eine neue Hard- und Softwareinfrastruktur geschaffen werden und deren soziotechnischen Auswirkungen auf die Arbeits- und Logistikprozesse eruiert werden.

 Abgeschlossene Forschungsprojekte
 

Look

Aufgabe des Projektes LOOK ist es, den Einsatz von Groupware im Betrieb so zu beschreiben, dass alle damit befassten Mitarbeiter diesen nachvollziehen und mitgestalten können. Das Projekt LOOK entwickelt ein Instrument, welches Mitarbeiter befähigt, Groupware und multimediale Technologien effektiv und betriebsgerecht zu nutzen. Zum Beispiel, Videokonferenzen, Joint Editing und elektronischer Daten- und Dokumentenaustausch. Die Auswirkungen auf die Arbeitssituation werden jedem einzelnen nachvollziehbar. Auch das Entstehen und Verwenden des relevanten Wissens ist ein wichtiger Betrachtungsgegenstand, um die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, ein sogenanntes "Organizational Memory" aufzubauen, mit dessen Hilfe neue und verbesserte Dienstleistungen ermöglicht werden.

Move

Zentrales Ziel von MOVE ist es, Unternehmen bei der flexiblen Geschäftsprozeßoptimierung organisatorisch wie technisch und unter Einbeziehung der Erfahrungen und Belange von Mitarbeitern zu unterstützen. Dazu entwickelte und erprobte Informatik und Gesellschaft gemeinsam mit Anwenderpartnern und weiteren wissenschaftlichen Instituten Leitlinien und eine Methodenplattform für die Konzeption und Einführung von Workflow-Anwendungen sowie für den kontinuierlichen Verbesserungsprozeß entwickelt. Die Ergebnisse des MOVE-Projektes sind in einer vier-bändigen Buchreihe beim Physica-Verlag erschienen.

Projektpartner Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Berlin/Dortmund Institut für Wirtschaftinformatk der Universität des Saarlandes (Prof. Dr. Dr. Scheer) Anwenderunternehmen, z.B. fischer, DHL, Schäfer Logistik.

 


Zuletzt aktualisiert am 06.05.2002
Bearbeitet von Christian Kullmann, kullmann@iug.cs.uni-dortmund.de
 

 

Home Lehre Projekte Publikationen Partner Events Presse Interner Bereich mit Passwort